Schuldnerberatungsstelle

 

Schuldnerberatungsstelle

"Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Dieser Satz dürfte jedem, der schon das eine oder andere christliche Gebet gehört hat, bekannt sein. Ihn aufzusagen ist leicht. Ihn zu befolgen hingegen weniger. Gerade was den ersten Teil anbelangt, haben viele Betroffene größte Probleme. Sich selbst nämlich die eigene Schuld zu vergeben und sich dessen nicht vor Bekannten, Freunden und Geschäftspartnern zu schämen, dass fällt niemandem leicht. Wer schon einmal in die Schuldenfalle geraten ist oder seit jeher immer Geldprobleme hat, der kennt dieses ohnmächtige Gefühl. Man ist beschämt eingedenk des eigenen Mangels und muss Entbehrungen hinnehmen, ist auf freundliche Gesten angewiesen und muss jeden Cent auf die Goldwaage legen. Eine absolut unbefriedigende Situation, an der nicht wenige verzweifeln. Und spätestens wenn die Schuldenlast gar zu erdrückend wird und die Privatinsolvenz droht, dann sollte man sich an eine Schuldnerberatungsstelle wenden. 

Schulden sind ein immanentes Problem in unserem Geldsystem. In der Tat steht am Anfang der Geldentstehung stets die Schuld. Dies liegt an dem Kreditwesen und dem Zinssystem. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass Geld, wenn es von einem Staat oder von anderen Banken bei der zuständigen Zentralbank, geordert wird, stets im Stile eines Kredits gewährt wird. Ganz am Anfang der eigentlichen Geldentstehung, die den privaten Zentralbanken obliegt, steht also immer die Schuld. Insofern ist die Verschuldung in unserem Geldsystem etwas, das nie gänzlich verschwinden wird. Im Gegenteil: Tendenziell neigen diese Schuldenberge dazu, immer größer zu werden. Schon allein deswegen, weil der Geldbedarf im Grunde genommen immer größer ist als die tatsächliche Geldmenge. Schuld daran hat das Zinssystem bei der Geldvergabe.

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Wenn jemand privat diesen Schuldendruck zu spüren bekommt und nun selbst am zahlenden Ende der Wertschöpfungskette steht, dann kann es schnell sehr unangenehm werden. Werden die Privatschulden zu hoch, hat man nirgendwo eine Aussicht darauf, noch einen Kredit oder ein Darlehen zu erhalten. Aber eingedenk der Tatsache, dass ein neuer Kredit auch einen neuen Schuldenberg nach sich zieht, ist das nur allzu verständlich.

Jedoch leben wir gottlob wenigstens noch insofern in einem Sozialstaat, der einen nicht gänzlich sich selbst überlässt, sobald die Schulden zu groß werden. Wer sich an den richtigen Stellen bemüht und die Prozeduren der Privatinsolvenz und des Offenbarungseids hinnimmt und über sich ergehen lässt, der kann dem Teufel vielleicht noch von der Schippe springen. Eine Schuldnerberatungsstelle kann dabei behilflich sein, diesen Spießrutenlauf zu meistern. Der Weg aus der Verschuldung ist nicht selten steil und hart. So sollte man jene Hilfemöglichkeiten annehmen, die einem dann noch bleiben.